Was ich in Montpellier bislang entdeckt und lieben gelernt habe | ILA
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Erfahrungsberichte

Laura’s Erfahrungsbericht n°2: Was ich in Montpellier bislang entdeckt und lieben gelernt habe

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Laura’s Erfahrungsbericht n°2: Was ich in Montpellier bislang entdeckt und lieben gelernt habe

Es ist jetzt meine zweite Woche hier in Montpellier und ich muss euch sagen, dass ich mich jeden Tag mehr in diese Stadt verliebe. Ich kann euch nur empfehlen nach Montpellier zu kommen, wenn ihr eine Sprachreise nach Frankreich machen wollt. In Montpellier erlebt ihr hautnah die französische Kultur und könnt euch mitreißen lassen von der Leichtigkeit des savoir vivre. In diesem Artikel möchte ich euch mitnehmen auf eine kleine Reise zu Orten, die ich in Montpellier schon entdeckt und lieben gelernt habe.

Ein Ort, den ich jeden Tag besuche und bislang am meisten schätze, ist der Place de la Comédie. Auf meinem Weg zur Französischsprachschule und meinem Nachhauseweg passiere ich diesen Platz und könnte mir kaum etwas Schöneres vorstellen. Nachts und morgens, wenn es noch etwas dunkler ist, ist der Place de la Comédie sehr schön beleuchtet und vermittelt eine magische Atmosphäre, welche mir sehr gut gefällt. Aber auch am Tag ist dieser Platz einfach nur liebenswert. Wenn die alten Gebäude der Altstadt von Montpellier sich vor dem strahlend blauen Himmel befinden, die Sonne scheint, Musik von den vielen Straßenmusikern erklingt und man genüsslich einen Kaffee in einem der Cafés trinkt oder etwas in den Restaurants isst, möchte man am liebsten gar nicht mehr weg hier.

Doch man sollte sich auch andere Orte in Montpellier anschauen. In der Nähe des Place de la Comédie befindet sich das Quartier Antigone. Ein lebhafter Stadtteil, in welchem ich bei einer Gastfamilie wohnen darf. Deshalb bin ich dort auch viel unterwegs. Ich wohne direkt gegenüber vom Polygone. Dies ist ein riesiges Einkaufszentrum in Montpellier, in welchem sich auch die Galeries Lafayette befinden. Im Anschluss daran findet man eine lange Meile mit unzähligen Restaurants und Wasserspielen, welche einfach nur zum Spazieren und Entspannen einlädt. Am Ende dieser Meile befindet sich der Place de l’Europe. Hier ist auch die Australian Bar, in welcher sich jeden Montagabend Studenten aus aller Welt einfinden, um gemeinsam zu feiern. Aber auch tagsüber kann man dort gut seine Zeit verbringen und die Seele bei einem Spaziergang am Fluss baumeln lassen. Dies bietet sich natürlich an, um mit den anderen Studenten der Sprachschule die Freizeit in Montpellier zu verbringen und seine neuen Sprachkenntnisse im Dialog anzuwenden.

Mein absoluter Lieblingsort befindet sich aber ein paar Kilometer von Montpellier entfernt. Ihr müsst wissen, dass ich einen Urlaub in den Bergen einem Strandurlaub vorziehe und es bislang immer gehasst habe barfuß durch den Sand zu gehen. Vergangenen Samstag machte ich mich mit ein paar Freunden auf den Weg zum Meer (was ihr vielleicht schon in meinem vorherigen Artikel gelesen habt). Dort angekommen passierte das Unvorstellbare. ICH zog Schuhe und Socken aus und ging barfuß durch den warmen Sand. Bis dato war ich noch nie am Mittelmeer und kannte den Strand nur von der Nordsee, die mir aufgrund des Wattenmeeres immer sehr gefiel, jedoch nicht wegen des Strandes. Nun zurück zu letzten Samstag. Da stand ich nun. Die Schuhe in der Hand und die Füße im Sand. Und das, obwohl es nur 17 Grad warm war. Ich konnte natürlich nicht widerstehen und so ging ich direkt aufs Meer zu und stand dann, mitten im Februar, mit den Füßen im Meer. IM FEBRUAR!!! Direkt schoss ich ein paar Fotos und sendete sie an Familie und Freunde. Alle waren schockiert, dass ich barfuß im Sand stand. Aber ich muss euch sagen, dass es sicherlich nicht das letzte Mal war.

Diese Woche habe ich mehrere Französischkurse beobachten dürfen und konnte so vertiefte Einblicke in die Unterrichtsstrukturen bekommen. In allen Französischkursen saßen motivierte und glückliche Studenten mit freundlichen LehrerInnen und hatten Spaß daran miteinander Französisch zu lernen. Ein Französischkurs wird mir in besonderer Erinnerung bleiben. Es war ein Intensivkurs am Nachmittag, welcher besonders durch die mündliche Kommunikation und der praktischen Anwendung der gelernten französischen Grammatik charakterisiert ist. Zwei Studenten aus der Schweiz saßen in dem Französischintensivkurs und die überaus motivierte Lehrerin bot ihnen eine Vielzahl von verschiedenen Möglichkeiten, damit sie mit Spaß und Freude der französischen Sprache begegnen. An dem Tag, an welchem ich den Intensivkurs beobachtet habe, stand eine Exkursion an. So brachen wir gemeinsam auf, um uns eine Ausstellung im Pavillon Populaire anzusehen. Das Pavillon Populaire befindet sich in direkter Nähe zum Place de la Comédie und es dauerte keine 5 Minuten, bis wir da waren. In der Ausstellung, welche gratis ist, wurden Fotografien von Andy Summer, dem Gitarristen der Band „The Police“, gezeigt. Es waren Fotos, die er auf der ganzen Welt aufgenommen hat. Alle Fotos waren in schwarz-weiß und zeigten eindrucksvolle Impressionen, die zum Nachdenken anregten. Ziel der Exkursion war, dass die Studenten ihre persönliche Meinung ausdrücken können und auch sagen können was sie gut oder schlecht fanden. Allgemein muss ich sagen, dass die Lernatmosphäre sehr angenehm ist und durch die vielfältigen Lernangebote seitens der LehrerInnen, abwechslungsreich und spannend gestaltet wird.

Ich werde euch auch weiterhin auf dem Laufenden halten, was ich alles in Montpellier erlebe, damit ihr seht, dass ein Französischkurs in Montpellier genau das Richtige für euch ist um Französisch in Frankreich zu lernen 🙂